Tröstergelände

Wohnen, Leben, Arbeiten mitten in Butzbach

Tröstergelände

Geplanter Zeitraum:
Januar 1995 – Dezember 2014

15 Jahre lang war das Tröstergelände ein schwarzer Fleck mitten in Butzbach. Wo einst Landmaschinen für den Export in 70 Länder gefertigt wurden, standen seit 1995 die Maschinen still. Im Jahr 2009 begann der Abriss der Industriebrache und machte den Weg frei für Bauplätze, einen Einkaufsmarkt, Gewerbeflächen und behindertengerechtes Wohnen.

Abriss des Portals der Firma Tröster

Abriss des Portals der Firma Tröster

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Bürgermeister Merle und Wirtschaftsförderer Hankel begutachten die Abrissarbeiten im Sommer 2009

Bürgermeister Merle und Wirtschaftsförderer Hankel begutachten die Abrissarbeiten im Sommer 2009

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Das Materialrecycling wird zum Teil direkt vor Ort durchgeführt und wiederverwertbare Baustoffe direkt eingebracht

Das Materialrecycling wird zum Teil direkt vor Ort durchgeführt und wiederverwertbare Baustoffe direkt eingebracht

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Ein illustrierter Bebauungsplan erläutert die geplante Nutzung des Gebietes

Ein illustrierter Bebauungsplan erläutert die geplante Nutzung des Gebietes

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Querschnitt der Abrissarbeiten am Hauptportal

Querschnitt der Abrissarbeiten am Hauptportal

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Portal der Firma Tröster mit Ausstellungshalle (links) in den späten 50er Jahren. Die Flaggen repräsentieren Länder, mit denen die Firma Handelskontakte unterhielt.

Portal der Firma Tröster mit Ausstellungshalle (links) in den späten 50er Jahren. Die Flaggen repräsentieren Länder, mit denen die Firma Handelskontakte unterhielt.

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Werkhalle der Firma A. J. Tröster im Jahre 1989.

Werkhalle der Firma A. J. Tröster im Jahre 1989.

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Einfahrt zum neu entstandenen EDEKA-Markt im Jahr 2012

Einfahrt zum neu entstandenen EDEKA-Markt im Jahr 2012

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Wohnbebauung in der Hassia-Straße im oberen Teil des ehemaligen Tröstergeländes

Wohnbebauung in der Hassia-Straße im oberen Teil des ehemaligen Tröstergeländes

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Luftaufnahme des ehemaligen Tröstergeländes in 2014 (Foto: Ernst Stadler)

Luftaufnahme des ehemaligen Tröstergeländes in 2014 (Foto: Ernst Stadler)

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Im Jahre 1880 begann die Ära der Landmaschinenfabrik Tröster in einer Schmiede im heutigen Butzbacher Stadtteil Griedel. Das noch kleine Familienunternehmen importierte Landmaschinentechnik aus den USA. Firmengründer A.J.Tröster errichtete bei Butzbach 1891 eine neue Fabrik und schloss ihr 1905 als zweites Werk eine Eisengießerei an. Sehr bald kamen neben der Produktion von Göpeln und Feldmühlen auch Hack- und Drillmaschinen hinzu, nach dem 2. Weltkrieg auch weitere selbst entwickelte Sämaschinen und Kartoffel-Vollernter. 1980 beschäftigte das Unternehmen, das sich zwischenzeitlich in die Hassia Maschinenfabrik GmbH umfirmierte, 600 Mitarbeiter und konnte im Jahr 1980 die 375 000. Landmaschine verkaufen. Im Jahr 1991 musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. Die 1991 neu gegründete Hassia-Maschinenfabrik GmbH und Co. KG wurde von der dänischen Cormall Holding A/S in Soenderborg übernommen (Konkurs 1995) und später, unter den Nachfolgefirmen Lemken Hassia Drilltechnik GmbH und Netacgo, ganz aufgelöst.
Danach wurde es zunächst ruhig um das direkt an der Main-Weser-Bahnlinie – mitten in Butzbach – gelegene riesige Betriebsgelände. Fast zwei Jahrzehnte lag die Fläche von 33.891 m² (ca. 3,4 ha) brach. Im Jahr 2007 sorgte ein Brand im ehemaligen Verwaltungsgebäude für Aufsehen, das rußgeschwärzte Gebäude war seit diesem Zeitpunkt einsturzgefährdet.

„Die Zusammenarbeit im Rahmen der Entwicklung des ehemaligen Tröstergeländes mit der Stadt Butzbach verlief äußerst konstruktiv und professionell. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Butzbach stand uns dauerhaft als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung.“

Daniel Beitlich // Martin Bender, , GEG Schiffenberger Weg GmbH // Weimer GmbH

Ungenaue Kenntnisse über Bodenkontaminationen und die aufwendige Entsorgung vieler Baustoffe erschwerten die jahrelange Suche nach einem Investor zur Gebietsentwicklung. Im Jahr 2009 fand die Stadt Butzbach nach vielen Gesprächen und Rückschlägen eine Investorengemeinschaft, die sich der Fläche annahm. Innerhalb von drei Monaten brach das Bauunternehmen Weimer GmbH sämtliche Verwaltungs- und Fertigungsgebäude sowie Werkshallen ab, dekontaminierte Teile des Geländes, ebnete die Fläche und bereitete das verbleibende Material auf. Bereits im April 2010 konnte mit dem Bau des neuen EDEKA-Marktes begonnen werden, der ein Jahr später eröffnete. Auch die 21 Bauplätze in unmittelbarer Lage zu Bahnhof und Innenstadt sind zu diesem Zeitpunkt bereits verkauft. Ende 2012 ist die "Hassiastraße" fertig ausgebaut.

Anfang 2012 hat die Behindertenhilfe Wetterau das ehemalige Magazingebäude in der Taunusstraße erworben. Seit einiger Zeit läuft der Umbau in ein Wohnheim für behinderte Menschen, welches Betreuungs-, Wohn- und Pflegeangebote umfasst. Lediglich die denkmalgeschützte rote Backsteinfassade aus dem Jahr 1929 erinnert künftig noch an die Existenz der traditionsreichen Hassia Maschinenfabrik.

Ansprechpartner

  • Ottmar Rees
    Wirtschaftsförderung, Standort- und Stadtmarketing

    Telefon: +49 6033 995-129
    Telefax: +49 6033 995-174
    E-Mail: ottmar.rees@stadt-butzbach.de